Strafrecht Anwalt in Bad Aibling

Ihr Strafverteidiger und Anwalt für Strafrecht in Bad Aibling, Bruckmühl, Kolbermoor und Rosenheim

Das Strafrecht umfasst alle Rechtsnormen, in denen die Voraussetzungen für eine Straftat und ihre Rechtsfolgen stehen. In Deutschland stehen die meisten Strafrechtsnormen im Strafgesetzbuch (StGB) und in den Nebengesetzen.

Meist handelt es sich um Strafrecht, wenn Sie es mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Strafgericht zu tun haben. Den meisten Betroffenen ist natürlich schnell klar, dass gegen Sie nun ein Ermittlungsverfahren bzw. ein Strafverfahren läuft. Oft sind die Betroffenen aber völlig verunsichert und wissen nicht, wie sie sich jetzt verhalten sollen. Die Wenigsten aber kennen ihre Rechte und wissen, was sie tun müssen und was sie gerade nicht tun müssen oder nicht tun sollten. Daher habe ich für Sie folgende Informationen zusammengestellt, um etwas Aufklärung zu bieten.

Wichtige Informationen zum Strafrecht und zum Strafverfahren:

Gerade im Strafverfahren ist es äußerst wichtig, möglichst frühzeitig eine Rechtsanwalt als Strafverteidiger einzuschalten. Jeder Betroffene hat das Recht auf eine angemessene Verteidigung und auf eine frühzeitige Verteidigerkonsultation. Je früher Sie einen Strafverteidiger einschalten, umso höhere Chancen bestehen, Ihnen helfen zu können.

Das zunächst wichtigste Gebot (nicht nur nach einer Verhaftung):

Schweigen ist Gold!

Sie sind von der Polizei festgenommen oder verhaftet worden? Oder sind Sie Beschuldigter einer Straftat? Dann sollten Sie zunächst unbedingt von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen und auf Ihr Recht bestehen, zuerst mit einem Rechtsanwalt Kontakt aufnehmen zu dürfen. Einer schriftlichen Vorladung der Polizei muss keine Folge geleistet werden. Sie sind lediglich verpflichtet, Angaben zur Person zu machen. Diese Informationen liegen meist ohnehin schon bei der Polizeibehörde vor. Sollten Sie eine Vorladung von der Polizei erhalten haben oder vorläufig festgenommen worden sein, lassen Sie sich immer zuerst anwaltlich beraten lassen. Auch sprechen Sie davor niemals mit der Polizei! Egal was Ihnen von den Polizeibeamten oder der Staatsanwaltschaft für Vorteile versprochen werden, besprechen Sie, ob und was Sie aussagen immer zuerst mit einem Strafverteidiger. Nach dem Gesetz dürfen Ihnen hierdurch keine Nachteile entstehen. Sollten Sie nach der Beratung durch einen Strafverteidiger eine Aussage machen wollen, so kann diese jederzeit nachgeholt werden. Eine solche Stellungnahme sollte immer schriftlich erfolgen. Eine Aussage kann auch im Beisein eines Verteidigers nachgeholt werden. Kontaktieren Sie mich für ein Beratungsgespräch.

Akteneinsicht

Der erste und sehr wichtige Schritt nach der Beauftragung eines Strafverteidigers ist der Antrag auf Akteneinsicht. Dieser kann grundsätzlich nur durch einen Rechtsanwalt gestellt werden. Die Kenntnis der Ermittlungsakten ist Grundlage für die weitere Strategie im Strafverfahren. Sie geben wertvolle Informationen über die Anzeigenerstattung, die Einleitung und den Verlauf des Ermittlungsverfahrens, die Zeugenaussagen oder andere Beweismittel. Erst wenn ersichtlich ist, was einem genau vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen, kann angemessen reagiert werden. Eine Aussage ohne Kenntnis des Akteninhalts ist meist wenig vorteilhaft und daher dringend abzuraten.

Anklage oder Strafbefehl

Haben Sie eine Anklageschrift oder einen Strafbefehl vom Gericht zugestellt bekommen, sollten Sie ebenfalls sofort einen Strafverteidiger kontaktieren. Auch wenn der Vorwurf nicht schwer wiegt oder der Fall für Sie aussichtslos erscheint, gibt es meist noch zahlreiche Möglichkeiten für den Anwalt, an dieser Situation etwas zu verbessern. Selbst wenn die Beweislage sehr eindeutig sein sollte, kann mithilfe eines Strafverteidigers die Höhe der Strafe (Strafmaß) reduziert werden oder eine Bewährungsstrafe erzielt werden. Bei Geldstrafen ist es in diesen Fällen meist möglich, die Tagessatzanzahl oder die Tagessatzhöhe zu verringern. Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen.

Im Falle eine Strafbefehlsverfahrens müssen Sie zunächst unbedingt die zweiwöchige Einspruchsfrist beachten. Für die Berechung der Frist kommt es auf das Zustellungsdatum an (eingetragenes Datum auf dem gelben Brief). Vom Tag der Zustellung haben Sie zwei Wochen Zeit, den Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen. Dies ist zwingend erforderlich, wenn Sie den Strafbefehl nicht akzeptieren wollen oder die festgesetzte Tagessatzhöhe über Ihren tatsächlichen Einkommensverhältnissen liegt. Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie den Strafbefehl annehmen wollen, sollten Sie ebenfalls den Einspruch einlegen. Dadurch verhindern Sie das Eintreten der Rechtskraft. Wird nämlich innerhalb dieser zwei Wochen kein Einspruch eingelegt, wird der Strabefehl rechtskräftig und steht insoweit einem rechtskräftigem Strafurteil gleich. Der Einspruch kann im Laufe des Verfahrens und unter bestimmten Voraussetzungen bis zur Urteilsverkündung zurück genommen werden.

Kontaktieren Sie mich zu allen Fragen im Hinblick auf den Strafbefehl.

Ein weiterer wichtiger Grundsatz im Strafverfahren ist die Unschuldsvermutung: Ein Beschuldigter ist solange unschuldig, bis er durch ein unabhängiges Gericht rechtskräftig verurteilt wurde.

Selbstverständlich kostet eine gute strafrechtliche Verteidigung Geld. Jedoch ist es grundsätzlich sehr sinnvoll dieses Geld zu investieren, da zum Beispiel eine bestimmte Eintragung im Bundeszentralregister oder im Führungszeugnis erhebliche berufliche und damit wirtschaftliche Konsequenzen haben kann. Auch eine Herabsetzung der Geldstrafe bringt Ihnen einen direkten wirtschaftlichen Vorteil.

Kosten im Strafverfahren und Pflichtverteidigung

Gerne gebe ich Ihnen in einem persönlichen Gepräch einen genauen Überblick über die Kosten im Strafrecht. In bestimmten Fällen gibt es auch die Möglichkeit der Pflichtverteidigung (notwendige Verteidigung). Das Strafgesetzbuch schreibt vor, dass Sie einen Verteidiger von Amts wegen beigeordnet bekommen. Ein Fall der Pflichtverteidigung liegt z.B. vor, wenn Ihnen ein Verbrechen vorgeworfen wird, die Hauptverhandlung vor einem Landgericht oder einem Oberlandesgericht stattfindet, Sie sich in Untersuchungshaft befinden oder ein Berufsverbot droht. Weitere Fälle einer Pflichtverteidigung liegen vor, wenn „wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint oder wenn ersichtlich ist, dass sich der Beschuldigte nicht selbst verteidigen kann“.

Liegt ein Fall der Pflichtverteidigung vor, bekommen Sie mit der Anklage zusammen eine Nachricht vom Gericht, dass Ihnen ein Pflichtverteidiger beigeordnet werden soll. Sie haben dann innerhalb eines kurzen Zeitraums (meist 1-2 Wochen) die Möglichkeit, einen Verteidiger Ihrer Wahl auszusuchen. Falls Sie dies nicht tun, wird für Sie ein Verteidiger vom Gericht ausgewählt. Bedenken Sie, dass ein späterer Wechsel des Pflichtverteidigers nur schwer möglich ist. Falls Sie einen Pflichtverteidiger suchen oder Ihnen ein Pflichtverteidiger vom Gericht beigeordnet werden soll, kontaktieren Sie mich einfach hier! Gerne berate ich Sie über sämtliche Möglichkeiten einer Pflichtverteidigung.

Untergebiete des Strafrechts: